Repowering: Was der Anlagentausch für den Personalbedarf bedeutet

Repowering ist Rückbau und Errichtung in einem - mit zwei sehr unterschiedlichen Anforderungsprofilen und einem Zeitfenster, das beide zusammenzwingt.

AllCon RedaktionPersonaldienstleister für On- & Offshore Wind
Raupenkran setzt ein ausgebautes Rotorblatt auf einen Transportanhänger ab

Repowering heißt: Eine ältere Anlage wird abgebaut, an ihrer Stelle entsteht eine größere und leistungsfähigere. Für die Personalplanung sind das zwei Projekte hintereinander, die sich einen Standort und einen Terminplan teilen.

Zwei Profile, ein Zeitfenster

Der Rückbau verlangt Erfahrung mit Anlagentypen, die teilweise zwanzig Jahre und älter sind - Technik, für die es kaum noch Schulungen gibt und deren Kenntnis vor allem bei Leuten liegt, die lange dabei sind. Die Errichtung verlangt das Gegenteil: aktuelle Anlagentypen, aktuelle Herstellervorgaben, größere Komponenten, andere Hebezeuge.

Beides in derselben Kampagne zu stellen, ist die eigentliche Aufgabe. Wer nur ein Profil abdeckt, bekommt entweder einen Rückbau, der sich zieht, oder eine Errichtung, die auf Personal wartet.

Warum der Zeitdruck strukturell ist

Zwischen Abbau und Neuerrichtung steht der Standort still und erzeugt keinen Ertrag. Dieses Fenster will jeder Betreiber kurz halten. Gleichzeitig hängen Kran- und Transportkapazitäten an Terminen, die Monate im Voraus gebucht werden und sich nicht kurzfristig verschieben lassen. Personal ist in dieser Kette das beweglichste Glied - und wird deshalb zum Engpass, sobald es fehlt.

Was sich vorbereiten lässt

  • Den Bedarf für Rückbau und Errichtung getrennt aufstellen, nicht als eine Summe
  • Erfahrung mit dem konkreten Altanlagentyp früh abfragen - sie ist der knappere Teil
  • Schulungsvorlauf für den neuen Anlagentyp einplanen, bevor der Kran steht
  • Puffer für Witterung einrechnen: Kranarbeiten haben eigene Windgrenzen, unabhängig von der Anlage

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